Mein Weg zum Qi Gong

Hi, ich bin Simon Herzog und auf dieser Seite möchte ich Dir mehr Einblicke über mich und meine Arbeit geben.

Damit Du mich besser kennenlernen kannst, habe ich mir überlegt, Dir meinen Weg hin zum Qi Gong zu erzählen, da dieser Weg schon sehr wesentlich ist, wer ich heute bin und was ich so mache. Viel Spaß beim Lesen 🙂

Der Erstkontakt

Meine Geschichte beginnt im Frühjahr 2007 während ich mich auf die Prüfungen für mein Abitur vorbereite. Zu dieser Zeit bin ich emotional und charakterlich relativ labil, nicht nur bedingt durch den Prüfungsstress. Die Schule ist für mich zu diesem Zeitpunkt eher sinnlos, aber ich möchte den Abschluss endlich in der Tasche haben. Ich sehne mich nach dem Leben nach der Schule, dann beginnt mein Leben wirklich und ich kann meinen persönlichen Weg gehen. In meinem Inneren tobt ein Kampf um etwas Beständigkeit, Halt und einen Sinn. So suche ich nach Hilfe und ich finde diese in Form eines Qi Gong Buches und einer Tai Chi Chuan DVD. Der Samen ist gesät. Auf diese Weise komme ich zum ersten Mal bewusst mit Qi-Übungen in Kontakt. Aber das Üben hält bei mir nicht sonderlich lange an, da auf mich neue Erfahrungen warten und diese vorerst meine ganze Aufmerksamkeit benötigen: ich beginne ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Rettungsdienst.

In dieser tollen, extrem erfahrungsreichen aber auch sehr stressigen Zeit lerne ich sehr viel über mich und über andere Menschen. Gerade in Notsituationen wird uns oft die Vergänglichkeit des Lebens bewusst und das kann durchaus zu neuem Bewusstsein führen. Oft zeigt sich in solchen Momenten, wer wir wirklich sind und wer wir gedacht haben zu sein.

Die unendlichen Gründe des Unterbewussten

Auf Grund des Stresses bringe ich mir, auf Empfehlungen meines Vaters, das Autogene Training bei und mache mit dieser sehr effektiven, einfachen Entspannungsmethode sehr gute Erfahrungen (bis heute 🙂 ). Zu diesem Zeitpunkt scheint mir das Qi Gong viel zu kompliziert und anstrengend, als das ich dafür im neuen Alltag Zeit aufbringen kann. Wie sich Jahre später heraus stellt, ist das Üben von Qi Gong fast so einfach wie atmen, wenn man eben weiß wie.

Auf jeden Fall hält mich das Autogene Training durch seine wohltuenden Effekte gesundheitlich über Wasser. Erst später erkenne ich, wie sehr das AT, genauer die Autosuggestion, tatsächlich mit Qi Gong zusammen hängt, zumindest meiner Definition von Qi Gong, dazu dann aber an anderer Stelle mehr.

Was bitte ist Reiki?

Nach dem FSJ beginne ich im Oktober 2008 die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger oder anders ausgedrückt: ich werde erwachsen. Diese Zeit ist in ganz vielen Dimensionen für mich sehr lehrreich und ich bin froh, mich für diesen Weg entschieden zu haben! Während der Ausbildung komme ich zum ersten Mal mit Reiki in Berührung, einem international weit verbreiteten japanischen Qi Gong Stil (wieder nach meiner Qi Gong Definition). Ein Patient bekommt während des Klinikaufenthalts eine Reiki-Anwendung. Ich finde es interessant, meine Kolleginnen eher weniger.

Neben der Ausbildung finde ich immer wieder Zeit, mich mit dem Thema Hypnose und dadurch herbeigeführten Trancen, also bestimmten Bewusstseinszustände, zu beschäftigen. Ich höre mir vor allem Audioproduktionen an. Ich erforsche damit das Phänomen der vertieften, regenerierenden Entspannung.

Und Entspannung ist so unendlich wichtig für uns Menschen! Gerade in unserer heutigen Leistungsgesellschaft, in der überholte Glaubensmuster tatsächlich immer noch die Entspannung und Regeneration als Schwäche ansehen, zumindest habe ich das so erfahren.

Begegnung der schamansichen Art

2012 gehe ich auf einen 10-tägigen Workshop zum Thema Neurolinguistisches Programmieren (NLP-Practitioner). So ca. am dritten Workshoptag habe ich extreme Schmerzen im Nacken und Schultergürtel. Ein Workshopteilnehmer bekommt das mit und fragt mich, ob er mit mir eine schamanische Methode durchführen kann, vielleicht hilft sie mir ja. Da ich um jede Hilfe froh bin, sage ich zu und er beginnt mir Fragen zu stellen, während er mit seinen Händen in etwas Abstand über meinen Nacken- und Schultergürtelbereich fährt. Nach und nach werden meine Schmerzen besser bis sie sich komplett auflösen und nur noch ein schwaches Echo von dem Schmerz nachhallt. Ich bin perplex. Diese Erfahrung verändert etwas in mir und meiner Betrachtung auf die Welt und ihre Phänomene. Wie ist es möglich, dass die muskuläre Verspannung nur durch meine geistige Arbeit, also das darüber Nachdenken und die Beantwortung der Fragen, und der Handstreichungen des Behandlers verschwinden?

Eine endgültige Antwort auf diese Frage habe ich bis heute nicht, aber ich arbeitetäglich an mir, um diesem Mysterium etwas näher zu kommen.

Beginn einer neuen Reise

Durch dieses prägende Erlebnis mache ich mich auf die Suche nach Antworten und finde meinen Lehrer und heutigen guten Freund Benjamin Maier. Er unterrichtet Schamanismus, Reiki, Meditation und Ninjutsu (eine japanische Kampfkunst) in Freiburg. Über die Jahre lasse ich mich bei ihm in Reiki, Meditation und Ninjutsu selbst zum Lehrer ausbilden, mache weiter spannende Erfahrung und lerne sehr viel über mich und meine Mitmenschen.

Innerhalb dieser Ausbildunge lerne ich diverse „klassische“ Qi Gong und Tai Chi Chuan Übungen und ich merke, dass mich mein Weg genau in diese Richtung führt. Mit klassisch meine ich hier eben nicht Reiki als Qi Gong Stil sondern chinesische Übungsformen, wie sie bei uns im Westen eher unter dem Qi Gong Begriff bekannt sind wie zum Beispiel Zhan Zhuang („Stehen wie ein Baum“), Ba Duan Jin (die 8 Brokate), die Grundübungen des Chan Mi Gong uvm.

In der Zeit nach meinem Staatsexamen in der Gesundheits- und Krankenpflege kann ich immer wieder mein Wissen im Bereich Meditation und Qi Gong an meine Arbeitskolleginnen und -kollegen in mehrstündigen Fortbildungen weitergeben und mache das bis heute noch mit viel Spaß.

Ein weiteres mir sehr wichtiges Thema ist die Ernährung. Seit ich denken kann, kämpfe ich mit Übergewicht und so spielt die Ernährung eine tägliche Rolle in meinem Leben. Auf Grund meiner oben genannten Ausbildungen und meinem generellen Interesse an der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und eben meinen Gewichtsproblemen mache ich 2017 die Ausbildung zum Ernährungsberater nach TCM bei Peter Hollmayer. Hier lerne ich das ganzheitliche, chinesische Denken in Bezug auf Gesundheit nochmal von einer anderen Seite kennen.

Gerade auch die Wirkungen der Welt und ihrer Erscheinungen auf uns, also Nahrungsmittel, aber auch die Luft und Umwelt, der Arbeitsplatz und vieles andere mehr, sind sehr wichtig zu beachten, wenn es darum geht, einen gesunden Lebensstil zu pflegen. Auch im Sinne eines „Way of Qi Gong“, also einem Lebensstil im Sinne der Kultivierung von Lebenskraft, Gesundheit und Lebensfreude, worum es hier auf meiner Seite ja geht.

Seit Oktober 2018 studiere ich an der Pädagogischen Hochschule Freibug Gesundheitspädagogik (Bachelor of Science).

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